„Die Märkte sind in den letzten Jahren einfach überhitzt, das kann so nicht mehr weitergehen.“

Haben Sie das schon einmal gehört oder vielleicht sogar selbst gedacht?

Schauen wir uns die Märkte doch einmal etwas genauer an und nehmen den S&P 500, also den Index, der die 500 größten börsennotierten US Unternehmen abbildet.

Der S&P 500, weil hier der längste historische Zeitraum zur Betrachtung vorhanden ist und die USA immer noch mehr als die Hälfte der weltweiten Börsenvolumen umfasst.

S&P 500 (1926-2021)

Wenn man sich diesen so anschaut, so kann man sehr wohl den Eindruck bekommen, dass die Märkte in den letzten 10 Jahren exorbitant gewachsen sind und vielleicht auch die Angst bekommen, dass das nicht unendlich so weitergehen kann.

Man könnte meinen, dass bis 1980 so überhaupt nichts passiert, dann aber der Wert nahezu explodiert ist.

Der Effekt, den man hier beobachten kann, ist der, der auch in der aktuellen Pandemie zu beobachten ist:

Es fällt schwer exponentielles Wachstum korrekt einzuordnen.

So wie Intensivbetten, auch wenn sie nur zu 25% ausgelastet sind bei einer Steigerung von 100% pro Tag übermorgen schon überlastet sind, so unwirklich wirkt auch die Steigerung des S&P 500 seit 1926.

Der S&P 500 wächst deswegen exponentiell, weil die Gewinne mit einfließen.

Bsp.:

Investiere ich heute 100.000€ und mein Investment wächst in einem Jahr um 10%, so habe ich am Ende des Jahres einen Wert von 110.000€, also einen Gewinn von 10.000€.

Gehen wir von dem theoretischen Fall aus, dass im nächsten Jahr wieder eine Steigerung von exakt 10% erfolgt, so ist mein Gewinn schon 11.000€, also 1.000€ mehr als im letzten Jahre, obwohl die Märkte doch genau gleich „performt“ haben.

D. h. die Tatsache, dass ich den Gewinn des ersten Jahres im Depot gelassen habe, beschert mir im zweiten Jahr, bei sonst exakt gleichen Bedingungen einen höheren Gewinn.

Und das ist die Auswirkung des Zinseszinseffekts.

Nehmen wir diesen Effekt aus dem vorherigen Chart, indem wir eine logarithmische Darstellung wählen, sieht der S&P500 seit 1926 so aus:

S&P 500  (1926-2021) logarithmische Skala

Sieht das immer noch so aus, als wäre der Kurs die letzte 10 Jahre deutlich besser gelaufen, als in der gesamten Geschichte?

Sicher, es gab immer wieder Crashs – am Anfang des Charts kann man die Weltwirtschaftskrise sehr gut erkennen – aber in der Langzeitbetrachtung gab es doch nur eine Richtung: Aufwärts.

Fazit

Märkte schwanken! Historisch sind sie aber seit Anbeginn der Aufzeichnung gestiegen.

Wenn Ihr Portfolio robust konstruiert ist, gibt es keinen Grund jetzt kalte Füße zu bekommen.

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Risikohinweis:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die auf dieser Seite veröffentlichten Informationen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung darstellen, sondern eine Momentaufnahme der Finanzmärkte ist, bzw. zum Nachdenken anregen sollen. Wir empfehlen grundsätzlich vor jeder Entscheidung die Beratung durch einen unabhängigen Vermögensverwalter oder sprechen Sie uns gerne an.